Unter uns
Angela Merkel
Angela Merkel wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg als Angela Kasner geboren, wuchs jedoch in der DDR auf. Ihr Nachname stammt von ihrem ersten Ehemann, Ulrich Merkel, den sie während ihres Physikstudiums kennenlernte. Im Jahr 1986 promovierte Angela Merkel zum Doktor der Naturwissenschaften. Seit 1998 ist sie mit Quantenchemiker Joachim Sauer verheiratet. Angela Merkel hat keine eigenen Kinder, aber Sauer hat zwei Söhne aus seiner ersten Ehe.
Während der Wende in der DDR, 1989, begann Angela Merkel politisch aktiv zu werden. Sie trat 1990 der CDU (die Christlich Demokratische Union Deutschlands) bei und wurde noch im selben Jahr bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl Abgeordnete. Helmut Kohl nominierte sie für das Amt der Bundesministerin für Frauen und Jugend (1991–1994). In seinem letzten Kabinett (1994–1998) war Merkel als Umweltministerin tätig. In den Oppositionsjahren (1998–2005) der Union arbeitete sie zuerst als CDU-Generalsekretärin und seit 2000 als Vorsitzende der Partei. Am 22. November 2005 wurde Angela Merkel zur Bundeskanzlerin gewählt. Damals war sie nicht nur die erste Frau, sondern mit 51 Jahren ebenfalls die jüngste sowie die erste Person aus den neuen Bundesländern in diesem Amt.
Obwohl Angela Merkels Politik in Deutschland teilweise heftig kritisiert wurde, genoss sie sowohl innerhalb als auch außerhalb der Europäischen Union großes Ansehen. Hier betonte sie eine einheitliche Flüchtlingspolitik der EU. Dabei unterstrich sie schnellere Asylverfahren und die Integration der Flüchtlinge von Anfang an. Außerdem zeigte sie keine Toleranz für fremdenfeindliche Übergriffe. Mit ihren Aussagen wie „Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze; das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen“ stieß sie allerdings auch innerhalb der eigenen Partei auf heftige Kritik. Die Zeitschrift Time wählte sie jedoch aufgrund ihrer Haltung in der Flüchtlingskrise und ihrer Rolle in der Ukraine-Krise zur Person des Jahres 2015. Auf Forbes Liste über die einflussreichsten Menschen 2018 gelang Merkel auf Platz vier nach Xi Jinping, Vladimir Putin und Donald Trump.
Im Herbst 2018 erklärte sie allerdings, den Vorsitz der Partei aufzugeben und spätestens 2021 ganz aus der Politik zurückzutreten. (Damals war sie schon längst die am längsten amtierende Regierungschefin in der EU.)
Quellen: Wikipedia, Forbes, RP Digital