Integrationskurse
Wer in Deutschland leben und arbeiten möchte, sollte auch die deutsche Sprache erlernen. In einem sogenannten Integrationskurs lernen die Teilnehmenden außerdem wichtige Dinge über das Land, über seine Geschichte, Kultur und Rechtsordnung kennen. Sie erfahren auch, wie man Arbeit sucht, Anträge ausfüllen muss oder wie man einfach nur neue Menschen kennen lernen kann.
Integrationskurse werden von unterschiedlichen Institutionen angeboten, das können Volkshochschulen, Sprachschulen, freie Bildungsträger oder evangelische bzw. katholische Trägergruppen sein. Der am meisten besuchte Kurs ist der allgemeine Integrationskurs. Personen, die gar nicht oder nicht in lateinischer Schrift schreiben und lesen können, besuchen einen Alphabetisierungskurs. Es gibt aber auch spezielle Kurse für Jugendliche oder für Eltern und Frauen.
Der Anteil der weiblichen Kursteilnehmenden, der in fast allen Kursarten überwiegt, ist in den letzten Jahren weiterhin gleichmäßig angestiegen und betrug in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 54,1 Prozent. Wenn man die Staatsangehörigkeit der Teilnehmenden betrachtet, belegte Syrien mit 20,1 Prozent den ersten Platz. Auf Platz zwei und drei folgten Afghanistan (7,5 Prozent) und Irak (6,8 Prozent).
Um einen Integrationskurs erfolgreich zu bestehen, müssen die Teilnehmenden eine Abschlussprüfung absolvieren. Diese besteht aus dem Sprachtest „Deutsch-Test für Zuwanderer“ und einem Test „Leben in Deutschland“, der zum Beispiel das politische und kulturelle Wissen zum Leben in Deutschland prüft. 2018 erreichte über die Hälfte aller Teilnehmenden allgemeiner Integrationskurse das Sprachniveau B1 und 33,5 % das Sprachniveau A2.
Quellen: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge