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Die vielfältige Jugend – Charakterisierung dreier Gruppen
Unterschiedliche Abstammungen, soziale Hintergründe samt individuellen Erfahrungen und die eigene Persönlichkeit tragen dazu bei, dass es eine bunte Mischung von Individuen auf der Welt gibt. So unterscheiden sich auch Jugendliche in ihren Werten, Zielen und Träumen, Auffassungen, Einstellungen und ihrem Konsumverhalten. Sie können jedoch grob in drei Gruppen eingeteilt werden, die im Folgenden beschrieben sind.
Die Idealisten
Für die Idealisten ist Toleranz ein wichtiger Wert: Sie schätzen ihre Mitmenschen in ihrer Vielfalt. Sie wünschen mehr soziale Gerechtigkeit und Förderung der Menschenrechte. In ihren alltäglichen Wahlen achten sie aktiv auf die Auswirkungen ihres Handelns auf andere Menschen, aber auch auf die Umwelt, denn Umweltschutz liegt ihnen am Herzen. Sie kaufen Fair-Trade-Produkte, vermeiden Plastik und unnötigen Konsum, verzichten auf das Auto und ernähren sich vegetarisch oder vegan. Die Idealisten engagieren sich politisch und schätzen Demokratie und internationale Zusammenarbeit durch die Europäische Union. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sie ein blindes Vertrauen zu Politikern haben, aber ihre Einstellung ist deutlich positiver als die der anderen Gruppen. Fast ein Drittel der Idealisten hat schon mal an einer Demonstration teilgenommen und sie glauben fest an die Tatkraft der Umweltgruppen. Leider glaubt nur eine kleine Minderheit der Idealisten, dass ihre Ziele in Zukunft durchgesetzt werden. Die wirtschaftlichen Interessen würden der Umwelt vorgezogen.
1. Mit welchen drei Adjektiven würdest du die Idealisten beschreiben?
2. Welche Vorstellung haben die meisten Idealisten von der Zukunft?
Die Pragmatiker
Die Pragmatiker denken besonders an den Komfort. Vor allem ist es ihnen wichtig, sich genau das gönnen zu können, wovon sie träumen: eine erfolgreiche Karriere zu haben und einen hohen Lebensstandard zu erreichen. Über Themen außerhalb ihrer eigenen Interessen, wie das Gemeinwohl der Gesellschaft, machen sie sich wenig Gedanken. Aus diesem Grund interessieren sich die Pragmatiker kaum für Politik. Der Klimawandel beunruhigt sie zwar, aber sie bemühen sich nicht, sich selber am Klimaschutz zu beteiligen und ihre eigene Lebensweise zu verändern. Auf Konsumgüter zu verzichten oder weniger Neues zu kaufen, passt den Pragmatikern nämlich nicht, denn die neuesten Produkte funktionieren als Statussymbole in ihrem Umfeld. Vielmehr glauben sie, dass die Probleme letztendlich durch technische und wissenschaftliche Innovationen gelöst werden. Neben der Wissenschaft haben die Pragmatiker Vertrauen in die liberale Marktwirtschaft.
3. Mit welchen drei Adjektiven würdest du die Pragmatiker beschreiben?
4. Wie verhalten sich die Pragmatiker gegenüber dem Klimaschutz?
Die Distanzierten
Die Distanzierten zeichnen sich dadurch aus, dass sie wesentlich geringere und zurückgenommene Erwartungen an ihre Zukunft als ihre Altersgenossen haben. Sie träumen weder von einer respektierten Karriere noch von einem hohen Lebensstandard, wahrscheinlich auch weil sie diese für unerreichbar halten. Sie glauben zum Beispiel nicht, dass ihnen eine gute Ausbildung helfen würde, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Die Distanzierten interessieren sich außerdem überhaupt nicht für politische Fragen, sie haben ihr Vertrauen zu Politikern verloren. Gegenüber dem Klimaschutz sind sie aktiver, aber auch in dieser Hinsicht glauben sie nur wenig an ihre Einflusskraft. Sie sind eher aus finanziellen Gründen gezwungen, nachhaltig zu konsumieren. Teure Bio- oder Fair-Trade-Produkte können sie sich nicht leisten.
5. Mit welchen drei Adjektiven würdest du die Distanzierten beschreiben?
6. Wie stehen die Distanzierten zum Klimaschutz?