Unter uns
Das Klima in Berlin und Brandenburg
Der Deutsche Wetterdienst konnte feststellen, dass seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 die durchschnittliche Jahrestemperatur in der Region Berlin-Brandenburg bereits um 1,3 Grad auf 9,3 Grad Celsius gestiegen ist. Weitere Klimadaten, die zeigen, wie deutlich die Region schon jetzt vom Klimawandel betroffen ist, sind sowohl die Verschiebung der Niederschlagsmenge als auch die Änderung der Niederschlagsform. Allein heutzutage gibt es viel weniger Schnee als noch vor gut 50 Jahren. Klimaforscher erwarten in Zukunft für die Sommer mehr und längere Trockenphasen. Niederschlag würde den Berechnungen zufolge zunehmend in der Winterperiode fallen. Die Einwohner von Berlin und Brandenburg bemerken aber auch immer häufiger, wie sich die Jahreszeiten verändern. So verkürzt sich beispielsweise der Winter, weil der Frühling früher beginnt. Daraus resultiert, dass sich ebenso die Vegetationszeit der Pflanzen ändert. Außerdem dürfte sich die Anzahl der besonders heißen Tage, an denen das Thermometer auf über 35 Grad ansteigt, erhöhen. Diese Hitze- und Niederschlagsextreme könnten für die Region Berlin-Brandenburg fatale Folgen haben. Besonders die für Brandenburg typische Landwirtschaft würde sehr stark darunter leiden.
Das Grüne Band
Über 40 Jahre war Deutschland in zwei deutsche Staaten – die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik – geteilt. Während dieser Zeit wurde die innerdeutsche Grenze besonders streng bewacht. Es gab neben den hohen Grenzmauern und Stacheldraht auf der östlichen Seite auch einen breiten Grenzstreifen mit Wachtürmen und Wegen, der die Menschen daran hindern sollte, die DDR zu verlassen. Da dieses Gebiet kaum genutzt wurde, konnte sich die Natur hier frei entfalten. Mehr als 1200 seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten wurden dort gefunden. Nach der politischen Wende 1989 entwickelte sich der einstige „Todestreifen“ zu einem einmaligen Naturschutzgebiet mit einer Länge von 1393 Kilometern und einer Breite zwischen 50 und 200 Metern. Heutzutage verläuft das Grüne Band von Travemünde am Ostseestrand bis zum Dreiländereck bei Hof im Vogtland. Und ist damit mit seinen über 150 unterschiedlichen Naturschutzgebieten ein Teil des mitteleuropäischen Abschnitts des Grünen Bands Europa.
