1.31 Leseverständnis: Die Deutschen und ihr Wald

Kirjaudu sisään lähettääksesi tämän lomakkeen

Die Deutschen und ihr Wald


Deutschland zählt zu den waldreichsten Ländern der EU. Der Wald ist für die Deutschen ein Ort der Inspiration, der Erholung und des Reichtums. Sogar die New York Times beschreibt den Wald als Herzstück der deutschen Identität. Tatsächlich haben die Deutschen eine besondere Beziehung zum Wald – historisch, kulturell, künstlerisch und wirtschaftlich. Nicht zuletzt ist er ein Rückzugs- und Erholungsort für die Seele, der auch gepflegt werden muss. 32 % der Landesfläche sind in Deutschland von Wald bedeckt. Das sind 11,4 Mio. Hektar, wovon gut ein Fünftel in Bayern liegt. Statistisch gesehen entfällt demnach auf jeden Einwohner eine Fläche von 39 x 39 m.

Allerdings sah der Wald nicht immer so aus, wie wir ihn heute kennen. Denn im Laufe der letzten Jahrtausende hat der Mensch den Baumbestand stark beeinflusst. So entwickelte er sich immer weiter weg von den Mischwäldern mit hohem Anteil an Laubbäumen hin zu angelegten Monokulturen. Die dominierenden Baumarten, die heutzutage in Deutschland fast die Hälfte des gesamten Baumbestandes bilden, sind Fichten (25 %) und Kiefern (23 %). Von den 45 % der Laubbäume wachsen als stärkste Arten Buchen (15 %) und Eichen (10 %). Gegenwärtig finden sich deshalb fast ausschließlich Nadelbäume auf großen Flächen, was sich auf Dauer jedoch wieder ändern könnte. Denn es hat sich gezeigt, dass diese Monokulturen sehr anfällig gegenüber Umwelteinflüssen und Wasserknappheit sind. Waldexperten streben deshalb an, einen nachhaltigen Mischwald aus Baumarten zu schaffen, der dem Klimawandel gewachsen ist und die Artenvielfalt der Tiere ermöglicht.

Aus botanischer Sicht handelt es sich bei einem Wald um eine dauerhaft mit Bäumen bewachsene Fläche, in der ein typisches feuchtes und kühles Innenklima herrscht. Oft gibt es in heutigen Wäldern eine vorherrschende Baumart, bspw. Fichten oder Buchen. Kommen Bäume einer oder mehrerer Gattungen in großer Zahl vor, spricht man von Mischwäldern. Umgangssprachlich ist damit meist das gemeinsame Vorkommen von Laub- und Nadelbäumen gemeint.

Wird der Wald wirtschaftlich genutzt, spricht man von einem Forst und der Forstwirtschaft. Bäume werden hierfür oft erst ab einer bestimmten Stammdicke gefällt bzw. geschlagen, um sie dann zu Holz zu verarbeiten. Anschließend werden wieder neue Bäume gepflanzt, was man fachsprachlich „aufforsten“ nennt. Der größte Teil des deutschen Waldes wird auf diese Art und Weise forstwirtschaftlich genutzt.

Ein weiterer Begriff zum Thema Wald ist das Wort „Plantage“. Unter Plantagen versteht man große Flächen, auf denen nur eine bestimmte Baumart wächst, die für eine regelmäßige Ernte angepflanzt wurde. So werden u.a. Weihnachtsbäume auf Plantagen herangezogen, um sie dann in der Adventszeit zu fällen.


A) Lies den Text und entscheide danach, ob die Behauptungen richtig oder falsch sind. Verbessere die falschen Aussagen auf Finnisch.

1. Der Wald ist für viele Deutsche ein Ort der Entspannung.




2. Ungefähr ein Drittel von Deutschland ist mit Wald bedeckt.




3. Früher gab es ausschließlich Nadelwälder in Deutschland.




4. Nadelbäume reagieren empfindlich auf den Klimawandel.




5. In Mischwäldern können Fichten und Buchen gemeinsam wachsen.




6. Forstwirtschaftlich gesehen können alle Bäume verarbeitet werden.




7. Auf Plantagen wachsen unterschiedliche Baumarten, die alle zur gleichen Zeit geerntet werden.





B) Erkläre die aufgelisteten Begriffe einer anderen Person auf Finnisch.

Begriffe: der Forst – die Plantage – der Mischwald – Laubbäume

Kirjaudu sisään lähettääksesi tämän lomakkeen