Stellungen zu Schülerdemonstrationen

Stellungen zu Schülerdemonstrationen




Uwe sitzt im Wohnzimmer und liest Zeitung. Leserbriefe gehören zu den Teilen einer Zeitung, die er am meisten liebt. Wahrscheinlich, weil er auch bei seiner Arbeit als Professor Phänomene aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Denn in Leserbriefen gehen die Leser auf einen vorher erschienenen Zeitungsartikel ein, indem sie dazu Stellung nehmen und manchmal ganz neue Perspektiven auf das Thema eröffnen. Diesmal beziehen sich die Leserbriefe auf einen Artikel, der über die globale Bewegung Fridays for Future berichtete. Der von der jungen Schwedin Greta Thunberg initiierte Protest muntert Schüler und Studierende weltweit auf, freitags in Schulstreik zu treten und statt in die Schule, demonstrieren zu gehen, um effizientere Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimaveränderung zu fordern. Plötzlich staunt Uwe nicht schlecht, als ihm ein bekannter Name ins Auge sticht. Auch sein Nachbar Alois hat etwas zu diesem Thema zu sagen!



Wie der Artikel über die Schulstreiks zeigt, machen sich junge Menschen Gedanken über die globale Erwärmung. Der Inhalt wird die Jugend wohl kaum beruhigen, da bereits getroffene Entscheidungen für den Klimaschutz komplett übersehen werden. Es wäre wesentlich, alle daran zu erinnern, dass bereits Einiges an internationaler Zusammenarbeit zur Bewältigung dieser Herausforderung geleistet wird.

Die wichtigste Treibkraft bei der Definition der Klimaziele ist die globale, zwischenstaatliche Organisation Die Vereinten Nationen (UN), zu der 193 Staaten gehören. Der erste internationale Klimavertrag wurde bereits in den 90er Jahren abgeschlossen, aber heute basiert die Klimapolitik auf dem Übereinkommen von Paris, das im Jahr 2016 in Kraft getreten ist. Das Übereinkommen hat drei Hauptziele: Erstens streben die Länder danach, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Zweitens verpflichtet das Übereinkommen die Staaten, sich auf die Folgen des Klimawandels, wie z.B. Überschwemmungen, vorzubereiten. Und drittens wurde vereinbart, dass die Industrieländer die Entwicklungsländer finanziell unterstützen, damit sie nicht nur in erneuerbare Energien investieren, sondern auch durch den Klimawandel verursachte Schäden beheben können.

Die Bekämpfung des Klimawandels ist auch eines der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Diese 17 Ziele der UN dienen als Grundlage für politische Entscheidungen, um eine nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ebene zu erreichen. Diese Zielsetzung, kurz Agenda 2030, gilt bis zum Jahr 2030.

Politiker, Wissenschaftler und andere Beteiligte strengen sich sehr an, um unseren Planeten zu retten. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass junge Menschen dabei aktiv mitmachen wollen. Keine Angst vor der Zukunft haben!

Alois von Eder
Berlin



Mit großem Spaß habe ich den Artikel über die Schulstreiks gelesen. Die Geschichte wiederholt sich nämlich immer wieder. Jede Generation hat ihre eigene verbindende Bewegung gehabt, sei es die Friedensbewegung, der Widerstand gegen die Atomkraft oder heftiges Tanzen zu Technomusik. Die Sorge um den Klimawandel ist nur ein ähnlicher vorübergehender Trend, den Schulkinder jetzt bequem als Ausrede nutzen können, um die Schule zu schwänzen.

Schließlich wissen wir alle, dass normale Menschen nichts gegen die Klimaveränderung unternehmen können. Wenn die Kinder freitags zur Schule gegangen wären, wären sie sich auch bewusst, wie viel Kohlendioxid Indien und China in die Luft ausstoßen. Da helfen weder selbstbemalte Schilder mit schlagenden Mottos noch Beschuldigungen gegen Menschen, die ein normales Leben führen wollen. Es geht doch nur ums Geld.

Dr. Werner Becker
Henningsdorf


Ich bin froh, dass die Zeitung die Aufmerksamkeit auf die Schülerdemonstrationen gelenkt hat. Der Klimawandel ruft bei vielen jungen Menschen sogar Angstgefühle hervor, und Proteste und Aktionen helfen dabei, gegen die Angst vorzugehen.

Was sollen wir in Zukunft unseren eigenen Kindern sagen, wenn wir jetzt nichts tun? Warum wollen viele gleich aufgeben, obwohl auch frühere Konflikte in der Vergangenheit durch internationale Zusammenarbeit gelöst worden sind? Wie können wir stolz auf uns sein, wenn wir jetzt nur an unseren eigenen Komfort denken?

Wir verzichten auf vieles, wenn wir für eine bessere Zukunft protestieren, anstatt in die Schule zu gehen. Wir verstehen die Bedeutung von Bildung im Hinblick auf unsere Zukunft, aber das Klima und der Wohlstand unseres Planeten haben einen noch größeren Wert. Warum überhaupt lernen, wenn wir keine Zukunft haben? Wir wollen uns politisch engagieren und unsere Not ins Bewusstsein bringen. Bitte nehmen Sie uns ernst und hören Sie uns endlich zu!

Franziska Schumann
Schülerin
Schönefeld


Ich habe die Nase voll von diesem Quatsch über „den Klimawandel”. Zahlreiche Experten haben die Existenz der globalen Erwärmung widerlegt. Man muss nur wissen, wie man richtig googelt, um zu den wahren Fakten zu kommen. Auch in meiner Kindheit vor 60 Jahren gab es heiße Sommer, und keiner hat deswegen schlaflose Nächte verbracht. Das Klima hat sich ja immer geändert, also gibt es keinen Grund zum Heulen. Ich werde auch künftig mit großem Appetit mein Schnitzel verzehren und über diejenigen lachen, die sich von Karotten ernähren, weil sie „die Welt retten wollen“. Aufwachen!

Konrad Fink
Rentner
Schönwalde-Glien



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